Yogabasics – Mit den 5 Yamas in eine besinnliche Weihnachtszeit

Yogablogger Adventskalender

 

Yogablog Adventskalender

Dieser Blogartikel ist Teil des „Yoga-Blog Adventskalenders“, den Melanie Wagner von Ganzwunderbar.com.
Ich freue mich sehr dabei zu sein mit dem folgende Artikel!


Du bist schon in der Vorweihnachtszeit wieder total gestresst wegen allem? Mehr zu tun als zwei Hände erledigen können? Wieder Ärger mit der Familie? Dann bist du entweder ich oder du solltest das hier dringend lesen! 😉

Ich schreibe ja bekannterweise immer gerne darüber was Yoga uns alles Gutes tun kann, mal abgesehen von mehr Beweglichkeit und einem knackigerem Po. Heute ist der 1. Advent und passend dazu möchte ich dir heute in meiner Rubrik Yogabasics erklären, wie die 5 Yamas zu einer stressfreieren Weihnachtszeit beitragen können.

Was sind die 5 Yamas?

Patanjali Maharishi beschreibt in seinen zeitlos gültigen Yoga Sutras die acht Glieder, die zur höchsten Stufe des Yoga führen.
Diese sind:

  • 5 Yamas: Ethische Empfehlungen im Umgang mit anderen (darum soll es in diesem Artikel gehen)
  • 5 Niyamas: Eigene Disziplin
  • Asanas: Yoga Körperübungen, die nötig sind um ungestört lange in Meditation sitzen zu können
  • Pranayama: Atemübungen und Beherrschung des Pranas
  • Pratyahara: Rückzug der Sinne
  • Dharana: Konzentration in Alltag und Meditation
  • Dhyana: Meditation
  • Samadhi: Der Überbewusste Zustand, Ziel des Yoga

Soweit sogst. Aber was genau soll das jetzt mit Weihnachten zu tun haben? Bei den Yamas handelt es sich um Richtlinien für das menschliche Miteinander, die heute aktueller denn je sind. Nimm dir diese 5 Dinge zu Herzen und alles wird gut an den Weihnachtstagen!

1. Ahimsa

Ahimsa bedeutet Abwesenheit von Gewahlt. Also Gewaltlosigkeit. Das wichtige daran: In Taten UND in Worten, direkt UND indirekt! Das mit den Taten dir wahrscheinlich relativ klar. Du hast bestimmt schon im Kindergarten gehört, dass man nicht hauen darf. Und auch andere für dich gewaltsame Taten begehen zu lassen, ist natürlich alles andere als cool.

Die Worte sind das interessante daran. Oft sind es die kleinen Dinge, die den Streit zum Fest ausarten lassen. Der Stress, die Verwandten, die du vielleicht nicht magst – und die du das auch spüren lässt. Vielleicht auch indirekt. Auch das fällt unter Ahimsa. Verletze niemanden mit deinen Worten. Gerade in dieser Zeit des Jahres nicht. Alles was du negatives von dir gibst (Karma) kommt auch auf dich zurück. Du glaubst das nicht? Aber wie kann eine negative Sache jemals ein gutes Resulatat haben?

Verletze auch niemanden indirekt. Das ist weitaus schwieriger, denn das passiert oft unbewusst. Es kann schon reichen absichtlich auf eine Frage nicht zu reagieren. Auch das kann verletzen. Sei stattdessen lieber ehrlich und sag demjenigen, dass du gerade kurz deine Ruhe brauchst.

Satya

Satya bedeutet Wahrhaftigkeit. Es geht also darum die Wahrheit zu sagen, nicht zu lügen. Vor allem geht es auch daraum, sich selbst nichts vorzumachen. Darin sind wir wahrscheinlich alle sehr gut. Gesteh dir auch unangenehme Dinge ein. Nimm Zustände an wie sie sind. Gib deine Fehler zu.

Je wahrhaftiger ein Mensch spricht, desto mächtiger werden seine Worte. T. K. V. Desikachar

Bist du also total gestresst, weil schon Mitte Dezember ist und du noch nichtmal drüber nachgedacht hast, was du deinem Freund schenken sollst? Das ist ok. Hauptsache du erkennst es. Denn erst dann kannst du daran etwas ändern und wieder Struktur reinbringen. Fühlst du dich enttäuscht, wieder alleine gelassen mit den Vorbereitungen? Dann erkenne das und kommuniziere es offen in der Familie. Nur so könnt ihr gemeinsam eine Lösung finden.

Asteya

Asteya bedeutet nicht zu stehlen. Weder geistiges Eigentum, noch sachliches. Schmück dich nicht mit fremden Federn, wie man so schön sagt. Kopiere nicht. Finde deine eigenen Ideen.

Brahmacharya

Brahmacharya bedeutet die eigenen Begierden verstehen und erkennen lernen.
Begierden haben wir viel zur Weihnachtszeit, denn d
er Handel drängt uns den Konsum geradezu auf und weckt absichtlich Begierden in uns.

Aber nach dem Stillen einer Begierde taucht die nächste auf. Glück und Zufriedenheit ist immer von kurzer Dauer, soll es mit materiellen Dingen gestillt werden. Wahre Zufriedenheit liegt in dir selbst und kann mit äußerlichen Dingen nur kurzzeitig erkauft werden. Mach dir bewusst, warum du wirklich eine bestimmte Sache begehrst. Liegt dahinter vielleicht der verborgene Wunsch nach Anerkennung oder Liebe?

Sei dir dessen beim Schenken bewusst. Mach dein Glück nicht von Materiellem oder anderen Menschen abhängig. Sieh das mit dem Schenken zu Weihnachten eher als Symbol der Zuneigung an andere, als unmengen von Geld für Statussymbole auszugeben.

Aparigraha

Aparigraha bedeutet nicht gierig sein. Oder eben auch zufrieden zu sein mit dem was du hast. Es beideutet auch dich nicht bestechen zu lassen und keine Geschenke anzunehmen, die Gegengefallen erwarten.

Natürlich tust du deinen Liebsten hier und dort mal kleinere Gefallen, einfach weil man sich gern hat. Gerade zu Weihnachten helfen wir alle doch noch viel lieber. Tückisch wird es aber immer tatsächlich, sobald eine Gegenleistung erwartet wird – wenn auch nur von einer Seite. Wenn du etwas vermeintlich von Herzen tust, dann aber doch etwas zurück erwartest.

Daher sollten Geschenke immer von Herzen kommen und gegeben werden, um sich die gegenseitige Liebe und Zuneigung zu zeigen und nichts zurück erwarten! Überprüfe dich selbst sehr genau darauf, bevor du anderen etwas gibst.


Das nächste Yogatürchen Nummer 4 ist Tanja Seehofer
Tanja ist u.a. Bewusstseinsforscherin, Dipl. Mentalcoach, Humanenergetikerin, und von Dr. Robert Schleip zertifizierte Fascial Fitness Trainerin. Ihre Reise auf dem Yoga-Pfad begann 1995. Sie machte Yoga zu ihrer Lebensphilosophie und absolvierte bei AIRYOGA die Ausbildung zur 500 Stunden Yogalehrerin (Yoga Alliance® Standard). Tanja ist renomierte Yin Yoga- und Yoga Nidra-Lehrerin, diese leisen und restorativen Yogastile unterrichtet sie mit großer Hingabe. In unserer schnellen und lauten Welt möchte sie ihre Schüler in die Ruhe und zu sich selbst führen, um wieder die eigene Stimme und Bedürfnisse hören und spüren zu können. In ihrem Artikel zum Adventskalender stellt sie ihr neues Buch „Yoga für den inneren Frieden“ vor.
Hier geht es zu ihrer Webseite: https://www.tanjaseehofer.de

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16 Replies to “Yogabasics – Mit den 5 Yamas in eine besinnliche Weihnachtszeit”

  1. Ich wusste nicht mal das Yoga so viele Facetten hat. Sehr interessant!
    Liebe Grüße♥ Dorie
    http://www.thedorie.com

    1. Das hat es tatsächlich! 🙂

  2. Ich habe seit der Mutter-Kind-Kur weiter Yoga gemacht, es bringt mir sehr viel Kraft, mit allem klar zu kommen. Nun musste ich gesundheitstechnisch dieses Jahr damit aufhören und finde derzeit nicht wieder hinein. Danke für Deine Anregungen, denn sie haben mich wieder motiviert, weiterzumachen.

    LG, Bea.

    1. Das ist wirklich schön zu lesen! Ich wünsche dir alles Gute und hoffe du findest deinen Weg ein bischen Entspannung zu finden – ob mit oder ohne Yoga 🙂

  3. Danke für den interessanten Artikel! Ich wusste das meiste , aber eine Wiederholung ist ja immer gut.
    Ja wenn sich alle daran halten würden wäre die Welt umso einiges friedlicher!

    LG aus Norwegen und Namste

    Ina

    http://www.mitkindimrucksack.de

    1. Ja oder? Es ist so faszinierend, wie einfach es theoretisch wäre..

  4. richtig toll! ich bn ja ein absoluter Bewegungsjunkie und seit ich in Nepal vor 2 1/2 Jahren auch Yoga für mich entdeckt habe gehört es fast täglich zu meiner Alltagsroutine 🙂
    cool so einen kleinen abwechslungsreichen Twist für die Weihnachtszeit zu haben 🙂

    hab eine schöne neue Woche,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    1. Ja ich kann auch nicht mehr ohne und binde es jeden Tag irgendwie mit ein <3 Schön, dass es dich auch so gepackt hat! 🙂
      Dir auch eine tolle Woche

  5. Liebe Anni,

    danke für dein schönen Post <3! … ja DAS ist für mich Weihnachten … zur Ruhe kommen, auf sich selbst konzentrieren und dem Stress keine Chance geben. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße und entspannten Feiertag <3!

    Liebe Grüße
    Verena

  6. Ein sehr toller Adventskalender. Und ein wundervoller Post der perfekt zur Weihnachtszeit passt. Vieles davon habe ich schon gewusst, aber eine Auffrischung und weitere Ansichten tun immer gut. 🙂 Mit den 5 Yamas sollten wir uns wahrscheinlich alle ein wenig intensiver bzw. bewusster beschäftigen!

    Alles Liebe,
    Verena
    whoismocca.com

  7. Hallöchen,
    danke für diesen sehr informativen Beitrag und die ganzen Tipps! Ich habe schon mal Yoga gemacht, aber das war irgendwie nur Nachturnen!

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

  8. So genau habe ich mich bisher noch nie mit Yoga beschäftigt, ich hab nur immer mal die ein oder andere Übung gemacht. Ein bisschen was hinter den Kulissen zu erfahren ist toll! Von Yamas hatte ich bisher noch nie etwas gehört 🙂
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

  9. wow eine tolle art von einen adventkalender! ich bin ja auch ein fan von joga wusste aber nicht das es so viele facetten gibt!
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

  10. Wirklich sehr interessant. Diese Seite wusste ich bisher noch nicht von Yoga, Daher vielen Dank für deinen Beitrag.

    Liebst, Daniela

  11. Ein sehr spannender Artikel 🙂 Ich wollte Yoga auch sehr gerne mal ausprobieren, um vom Alltag runter zu kommen und wieder etwas gelenkiger zu werden. 😀
    Liebe Grüße, Helen

  12. Interessanter und toll gestalteter Artikel. Bisher habe ich noch nie Yoga gemacht, aber irgendwie hätte ich Lust es einfach mal zu testen! 🙂

    XX,

    http://www.ChristinaKey.com

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