Yogabasics – Welcher Yogastil passt zu mir?

Yogapose großes Rad

Welcher Yogastil passt zu mir?

Da ich so oft von einigen Menschen vor der ersten Yogaklasse gefragt werde, was ich meine welcher Yogastil für sie der passende ist – hier nun eine kompakte Zusammenfassung der gängigsten Stile. Außerdem habe ich es ja groß in meinem letzten Artikel zum Thema ursprüngliche Yogaformen angekündigt.

Es gibt mittlerweile unglaublich viele Richtungen und gefühlt werden es täglich mehr. Viele davon sind mitlerweile Mischformen, einige schweißtreibender und andere ruhiger. Kein Wunder, wenn du da erstmal nicht weißt welche Klasse du besuchen möchtest. Auch online gibt es ein unglaublich großes Angebot an Videos. Dennoch möchte ich ausdrücklich dazu raten erst nach einiger Praxis in einem Studio alleine zu Hause zu üben. Viele Asanas haben es mehr in sich, als es den Anschein macht. Falsch ausgeübt können sie eher schaden als Gutes tun. In einem Studio wirst du von ausgebildeten Lehrern begleitet, die sich bestmöglich Zeit nehmen ihre Schüler zu unterstützen und zu korrigieren.

Ashtanga Yoga

In diesem Stil werden in festgelegter Abfolge (Serien) dynamisch ausgeführte Posen geübt. Dadurch wird Kraft, Ausdauer, Balance und Beweglichkeit gleichermaßen trainiert. Ashtanga ist durch die fließend aneinander gereihten anspruchsvollen Asanas sehr schweißtreibend. Außerdem bedarf es einiger Übung und Disziplin sich die Abfolge zu merken.
In den meisten Studios muss die Serie vorher gelernt sein, bevor man an Ashtangaklassen teilnehmen kann. Das ist so, weil jeder in seinem eigenen Tempo durch die Serien fließt und der Teacher sehr viel Zeit fürs adjusten hat und meist nichts mehr ansagt.
Viele modernen Hatha-Yoga-Stile leiten sich aus diesem Yoga ab.

Bikram Yoga / Hot Yoga

Beim Bikram oder Hot Yoga übt man in einem meist 30 – 40 Grad erhitzten Raum. Hierbei werden die verschiedenen Posen – ähnlich dem Ashtanga – auch immer in einer festgelegten Reihenfolge ausgeführt. Durch den heißen Raum kommt man unglaublich ins Schwitzen. Bikram Yoga wirkt daher entgiftend für Körper und Geist. Dieser Stil gehört durch die doppelte Belastung durch die Hitze sicher auch eher zu den anspruchsvolleren Stilen, die nicht unbedingt für jeden Kreislauf geeignet sind!

Kundalini Yoga

Im Kundalini geht es darum, die Energie durch den ganzen Körper zu verteilen und durch die 7 Chakren zum obersten zu führen. Dies wird durch Asanas, Meditation und Mantras erreicht. Kundalini Yoga ist sehr spirituell. Der Fokus liegt hier eher auf dem Ereichen von innerer Heilung, sowie geistigen Wachstums durch Meditation und Mantras, als der Stärkung des Körpers. Daher ist es körperlich weniger anstrengend. Auch typisch ist die weiße Kleidung, die oft von Kundalini Yogis getragen wird.

Jivamukti Yoga

Da sich Yoga in der modernen westlichen Welt immer mehr von seinem spirituellen Ursprung entfernt hat, entwickelten die Amerikaner Sharon Gannon und David Life in den 80er Jahren diesen Stil. Hier werden Asanas in fließenden Sequenzen geübt. Meditation, inspirierende Musik, Singen und das Lehren der alten Schriften gehören aber ebenso zu diesen Klassen.
Jivamukti arbeitet also nicht nur mit dem physischen Körper, sondern auch am geistigen Wachstum.

Vinyasa (Flow) Yoga / Power Yoga

Vinyasa Yoga ist ein sehr verbreiteter Yogastil. Es wird sehr dynamisch und fließend geübt – Bewegung wird in Einklang mit der Atmung gebracht. Die Abfolge der Asanas ist hier sehr abwechslungsreich und in jedem Studio anders. Dieser Stil kann durch den Flow schon sehr anstrengend sein und kräftigt die Muskeln, stärkt die Balance und fördert die Beweglichkeit. Deswegen ist er wohl auch so beliebt.

Yin Yoga / Restorative Yoga

Yin oder Restorative Yoga ist sicher die ruhigste der vorgestellten Yogastile. Hier werden die Übungen, oft auch mit Hilfsmitteln, mehrere Minuten passiv gehalten. So wird z.B. die Hüfte geöffnet, die inneren Organe angeregt und die tieferen Schichten des Bindegewebes (Faszien) positiv beeinflusst. Es eigenet sich sehr gut zur Ergänzung der fließenden Stile wie Vinyasa und Ashtanga.

Yoga Hilfsmittel
Der Block und der Gurt sind neben dem Bolster die wichtigsten Hilfsmittel

Ich persönlich übe am liebsten Vinyasa Yoga, da mir die Abwechslung und die Dynamik sehr gefallen. Als Ausgleich gehe ich gelegentlich zum Yin. Ausprobiert habe ich allerdings vorher so ziemlich jeden Stil, bis ich meinen Stil gefunden habe.
Hast du auch schon einige Stile ausprobiert? Was ist dein Lieblingsstil und wieso?

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17 Replies to “Yogabasics – Welcher Yogastil passt zu mir?”

  1. Ich mache nach wie vor am liebsten Hatha-Yoga. Vinyasa Yoga und Astanga Yoga war für mich ähnlich wie BodyArt immer Power Yoga. Danke für den Überblick. Viele Grüße Ralf

  2. Ich habe noch nie Yoga gemacht. Ich weiß auch gar nicht ob das überhaupt was für mich wäre. Dennoch sehr interessanter Post von dir.
    Liebe Grüße Nadine

    1. Danke liebe Nadine! Vielleicht probierst du es einfach mal aus 😉

  3. Ich habe mal für sehr kurze Zeit (2 Mal) Yoga gemacht aber ich bin eine so faule Sau… oh man. Toller Post!
    Liebe Grüße Nadine von tantedine.de

    1. Ich glaube man muss nur „seins“ finden, dann gibt es Faulheit nicht mehr. Bei dir ist es dann eben nicht Yoga, aber immmerhin hast du es probiert! 😉

  4. Was für ein schöner Beitrag – und für einen Anfänger wie mich total hilfreich 🙂 Aktuell ist es bei mir auch eine Mischung aus Vinyasa und Yin Yoga 🙂

    Sommerliche Grüsse,
    Mia

    1. Hi Mia, ja das ist ja auch nach wie vor meine Mischung! Perfekt für jede Gefühlslage 😀

  5. Schöner Beitrag! Ich habe mich auch schon im Yoga versucht und muss sagen: Das hat echt gut getan! LG Ronja von https://ronjarosegold.de

    1. Weißt du denn welchen Stil du probiert hast? Es ist immer schön zu hören, wenn es jemandem gut getan hat!

  6. Liebe Anni,
    danke für deinen informativen Blogpost und dass du alle einzelnen Yogaformen so toll erklärst! Ich habe es mehrmals versucht meine Yogaform zu finden … aber Yoga und ich das passt einfach nicht. Schade! Ich habe Bikram, Ashtanga und Kundalini Yoga schon versucht und bin mit keiner Form wirklich happy. Ich glaube ich lasse es, wenngleich ich jetzt über dich noch 2 neue Formen kennen gelernt habe.

    Gelesen habe ich deinen Blogpost trotzdem sehr gerne :-)!

    hab einen schönen Abend!
    Liebe Grüße
    Verena

    1. Dann scheint es einfach nicht dein Dinge zu sein – was auch vollkommen ok ist 😉
      Den wünsche ich dir auch! LG Anni

  7. Moin, moin…
    Wow ich habe keine Ahnung wovon du hier sprichst! Echt! Ich wusste gar nicht das es soviel Arten von Yoga gibt. Sehr interessant und informativ…ich habe gerade eine Menge gelernt. Gefällt mir! Ich persönlich habe noch nie Yoga gemacht, bin am überlegen ob ich das mal für mich tue.
    LG Frank

    1. Erzähl mir gerne wie es lief, falls du es mal probieren solltest! Falls du Fragen hast, melde dich gerne!

  8. Ich bin ein absoluter Ashtanga Yoga – Fan. Obwohl man derzeit draußen eher Hot-Yoga machen kann 😉 Vielleicht starte ich meinen Tag morgen direkt mit Yoga 🙂

    1. Ich werde demnächst auch mal mit Ashtanga anfangen, auch weil man es so gut vor der Arbeit machen kann. Das finde ich gerade im Sommer sehr angenehm. Haha, ja Hot Yoga auf dem eigenen Balkon kann man gerade gut machen, stimmt! 🙂

  9. Ich liebe Vinyasa Yoga 🙂 sehr schöner Beitrag!.
    Viele Grüße
    Hiba von http://www.traintravellove.com/

    1. Da haben wir was gemeinsam 😉

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