Yogabasics – Surya Namaskara, der erste Sonnengruß einfach erklärt

Yogabasics Sonnengruss Surya Namaskara

Was ist eigentlich der Sonnengruß?

Du kennst ihn bestimmt aus deiner ersten Yogastunde – den Sonnengruß. Davon gibt es auch gleich 2, weil er so schön ist. Surya Namaskara A und B (hat nichts mit Mascara zu tun). In diesen Artikel geht es erstmal nur um den ersten Sonnengruß A.
Er kommt fast in jeder fließenden Yogastunde, im Hatha Yoga und auch in vielen anderen Stilen vor. Er kann einzeln geübt werden oder in jeglicher kreativer Weise in eine Klasse eingebaut sein. Meist findest du dich direkt am Anfang durch ihn hindurch fließen.

Wozu üben wir den Sonnengruß?

Traditionell führst du den Sonnengruß morgens zur aufgehenden Sonne aus, ehrst damit die Sonne, die Wärme, das Licht und all die göttliche Kraft die die Sonne besitzt und nimmst all dieses mit deiner Praxis in dich auf.
Wir modernen Menschen haben aber nicht immer die Wahl uns auszusuchen, wann wir praktizieren wollen – oder meinen dies zumindest… Naja, so oder so üben die meisten Bürostuhlakrobaten von uns eher abends. Aber auch da hat der Sonnengruß tolle Wirkungen.

Wie wirkt der Sonnengruß?

Klar, er wärmt dich auf. Das ist dir vielleicht schon aufgefallen. Er erwärmt deine Muskel, aktiviert deine Gelenke und Nervenbahnen. Außerdem bringt er dich gleich am Anfang der Stunde dazu deine Aufmerksamkeit auf die Synchronisation von Atem und Bewegung zu bringen und so im Team zusammen durch die Klasse zu gehen.
Der Sonnengruß schafft auch in Klassen mit mehreren Schülern ein Gefühl von Einigkeit und Zusammengehörigkeit. Wenn alle im selben Rhythmus durch die Asanas fließen, dennoch ganz bei sich, das ist ein magisches Gefühl!

Auch energetisch wirkt der Sonnengruß A belebend und gibt dir Energie, wirkt mobilisierend und macht munter. Es bleibt aber wie in allen Asana Abfolgen eine gute Balance gewährleistet. Leichtigkeit und Kraft (Sthira Sukham Asanam) sollten in jeder Asana zu finden sein, außerdem hast du eine gute Balance aus Kraft, Ausdauer und Ruhephasen (Adho Mukha Svanasana).

Wie funktioniert der Sonnengruß?

1.Tadasana
Tadasana (Berg) ist der Ausgangspunkt deiner Praxis – quasi der Nullpunkt. Du startest im Stehen.
2. Urdhva Hastasana
Bringe die Arme über die Seite nach oben und du befindest dich im der gestreckten Berghaltung.
3. Uttanasana
Bring die geschlossenen Hände über deine Mitte nach unten und beug dich tief aus der Hüfte nach unten. Bei dieser stehenden Vorwärtsbeuge kannst du am Anfang die Beine leicht gebeugt lassen.
4. Urdhva Uttanasana
Für die halbe Vorwärtsbeuge kommst du auf die Fingerspitzen, hebst du den Blick und dein Rücken wird wieder lang.
5. Chaturanga Dandasana
Nach dem du die Hände wieder ganz abgesetzt hast steigst oder springst du in Chaturanga Dandasana (viergliedriger Stock).
6. Urdhva Mukha Svanasana
Nachdem du über deine Zehen gerollt bist schiebst du deinen Herzraum nach vorne und rollst die Schultern zurück für den heraufschauenden Hund.
7. Adho Mukha Svanasana
Deine letzte Haltung im Zyklus eines Sonnengrußes ist der herabschauende Hund – die wohl bekannteste Asana.

Um den Zyklus abzuschließen und wieder in Tadasana anzukommen – heb den Blick und geh oder spring wieder nach vorne zwischen deine Hände für Urdhva Uttanasana, danach beug dich wieder tief für Uttanasana. Heb die Arme wieder über die Seite nach oben für Urdhva Tadasana und senk die Arme wieder neben den Körper – Tadasana.

Hast du noch eine Frage zum ersten Sonnengruß? Fandest du diesen Artikel hilfreich? Erzähl es mir in den Kommentaren. Ich freu mich drauf!

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14 Kommentare bei „Yogabasics – Surya Namaskara, der erste Sonnengruß einfach erklärt“

  1. Das finde ich total spannend. Ich selber habe ja noch kein Yoga gemacht, da ich einfach nicht den richtigen Kurs finde, der ich mein Zeit Fenster passt oder dessen Lehrerin mir sympathisch ist. Vielen Dank für diesen toll erklärten Beitrag.

    Liebe Grüße,
    Mo

    1. Ich schätze du hast dann Kids und bist zeitlich sehr eingespannt, richtig?

  2. Obwohl ich schon 35 Jahre Yoga betreibe bin ich mit dem Sonnengruß nicht auf Du und Du. Dein Artikel hat mich jetzt dazu angeregt es doch noch einmal mit ihm zu versuchen.
    Alles Liebe
    Annette

    1. Falls du zufällig in Hamburg wohnst – ich gebe am 24.08 einen Workshop zum Thema Sonnengruß 🙂

  3. In der Mutter-Kind-Kur habe ich Yoga gemacht und der Sonnengruß war ein wichtiger Bestandteil! Ich mag ihn sehr! Aber Yoga ohne Anweisung schaffe ich nicht. Vielleicht sollte ich mal wieder einen Kurs belegen.

    Lieben Gruß, Bea.

    1. Es ist immer gut wenn man einen Lehrer an der Seite hat. Warum hast du denn aufgehört?

  4. Halli hallo,

    auch für mich war der Sonnengruß einer meiner allerersten Yoga-Erfahrungen. Durchaus spannend, ein wenig Hintergrundwissen hier reinzuverpacken. Zugegeben, ich hatte ja nicht einmal eine Ahnung, dass es davon mehrere Varianten gibt.

    Lg Sigrid

    1. Die gibt es in der Tat. Mindestens so viele wie es Körpertypen gibt 😉

  5. Ich mache den Sonnengruß sehr gerne – ich liebe Yoga! Das hast du auch super erklärt.

  6. Ich mache den Sonnengruß sehr gerne. Beide Varianten =) Grundsätzlich mag ich gerne fließendes Yoga und gehe meist in Vinyasa Stunden.
    Liebe Grüße,
    Emilie

    1. Ich auch, das liebe, lebe und unterrichte ich auch <3

  7. Ich muss zugeben, dass ich Yoga bisher ziemlich langweilig fand, aber so mit zunehmendem Alter will ich mich nun doch einmal mit dem Thema beschäftigen. Der Sonnengruß wäre ja mal ein Anfang.
    Liebe Grüße
    Anja

  8. Ich mag den Sonnengruß voll gerne. Ich muss mir vornehmen meinen Tag wieder mit ihm zu starten. In der Schule haben wir ihn auch einmal mit einem Lied geübt – die Kinder liebten es.
    LG
    Carina

    1. Ach echt, du hast das mit den Kids gemacht? Das finde ich richtig cool <3

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